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Welche Herausforderungen bei der Montage müssen Bauunternehmer berücksichtigen, wenn sie vor Ort eine strukturelle Glasfassade zusammenbauen?
Die Installation von Strukturverglasungsfassaden erfordert sorgfältige Vorbereitung, qualifizierte Fachkräfte und kontrollierte Baustellenbedingungen. Bauunternehmen müssen eine ordnungsgemäße Oberflächenvorbereitung gewährleisten, einschließlich Reinigung, Grundierung und Kompatibilitätsprüfung der Rahmenmaterialien mit Struktursilikon. Die Dichtstoffapplikation erfordert die präzise Kontrolle der Fugendicke (typischerweise 6–12 mm), um eine ausreichende Festigkeit zu gewährleisten. Umwelteinflüsse wie Staub, Luftfeuchtigkeit, Temperatur und Wind müssen kontrolliert werden, da ungünstige Bedingungen die Aushärtung des Klebstoffs beeinträchtigen können. Für die Silikonapplikation müssen kalibrierte Werkzeuge verwendet werden, um eine gleichmäßige Verklebung sicherzustellen. Die Ausrichtung der Glasscheiben muss engen Toleranzen (oft ±2 mm) entsprechen und erfordert Lasernivellierung und präzise Vorrichtungssysteme. Darüber hinaus ist eine sorgfältige Logistikplanung unerlässlich: Die Glasscheiben müssen sicher gelagert, vor Umwelteinflüssen geschützt und mit geeigneten Hebezeugen angehoben werden. Die Installationsreihenfolge muss die Aushärtungszeit berücksichtigen und sicherstellen, dass die Scheiben nicht frühzeitig belastet werden. Bei Hochhäusern ist die Koordination mit Kranführern und Gebäudeleittechnik unerlässlich.