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Wie gut eignen sich Glasfassaden für Flughäfen, Einkaufszentren, Hotels und Mischnutzungsprojekte?
Glasfassaden eignen sich hervorragend für öffentliche und gewerbliche Gebäude, in denen Tageslicht, Sichtbarkeit und ästhetische Wirkung im Vordergrund stehen. In Flughäfen fördern große, verglaste Atrien die Orientierung und den Komfort der Passagiere, erfordern jedoch aufgrund der hohen internen Belastungen strenge Anforderungen an Schallschutz, Stoßfestigkeit und eine robuste Wärmedämmung. Einkaufszentren profitieren von transparenten Fassaden und Oberlichtern für die Warenpräsentation, müssen aber die Sonneneinstrahlung und Blendung minimieren; Verbundglas, Wärmedämmglas und Glasfritte bieten hier einen Ausgleich zwischen Tageslichtnutzung und Wärmedämmung. Hotels legen Wert auf Aussicht und eine repräsentative Fassade; Privatsphäre, Schalldämmung und zu öffnende Fenster für den Gästekomfort sind typische Kriterien. Bei Mischnutzungsprojekten ist eine sorgfältige Zonierung der Fassadenleistung erforderlich: Wohnbereiche betonen den akustischen und thermischen Komfort, während Gewerbebereiche auf Sichtbarkeit und Markenpräsenz setzen – oft durch variable Fassadenstrategien innerhalb einer einzigen Gebäudehülle (z. B. Verglasung mit höherem g-Wert für Einzelhandelsflächen im Vergleich zu Verglasung mit niedrigerem g-Wert für Wohnflächen). In allen Fällen sind Sicherheit, Fluchtwege, Brandschutzkonstruktionen (wo erforderlich) und Wartungslogistik (Zugang für Reinigungsarbeiten) von entscheidender Bedeutung. Fachgerecht konstruierte Glassysteme erfüllen die funktionalen und ästhetischen Anforderungen dieser Gebäudetypen, wenn sie auf die Nutzung und die betrieblichen Erwartungen abgestimmt sind.