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Wie lässt sich eine Elementfassade in die Gebäudehülle, die Bodenplatten und den Innenausbau integrieren?
Die Integration von Elementfassaden in die Gebäudehülle, die Geschossdecken und den Innenausbau erfolgt durch detaillierte Schnittstellenzeichnungen, Toleranzanalysen und frühzeitige interdisziplinäre Zusammenarbeit. An der Deckenkante muss die Verankerung der Vorhangfassade an die statischen Gegebenheiten der Deckenkante angepasst werden, häufig mithilfe von Einbauplatten, Winkelverbindern oder Schweißankern. Wärmebrücken und eine durchgehende Dämmung müssen detailliert geplant werden, um Wärmebrücken an den Übergängen zwischen Vorhangfassade und Deckendecke oder Brüstungsflächen zu vermeiden. Die Schnittstellendetails sollten Brandschutz- und Schalldämmung zwischen den Geschossdecken und den Elementfassadenelementen ermöglichen. Der Innenausbau – wie Deckensysteme, Brandschutzwände und Bodenbeläge – muss mit den inneren Verkleidungen, den Laibungstiefen und der Verankerung der Vorhangfassade abgestimmt werden, um einen sauberen Übergang zu gewährleisten und die Installation von Haustechnik und Beleuchtung zu ermöglichen. Brüstungselemente erfordern die Integration von Dämmung, Dampfsperren und Innenverkleidungen zur Abdeckung der Deckenkanten und der Haustechnik. Die Entwässerung und die Luftdichtheit werden durch Abdichtungsdetails, Wanddurchführungen und abgedichtete Übergänge an Dehnungsfugen sichergestellt. Eine frühzeitige BIM-Koordination und gemeinsam genutzte 3D-Modelle reduzieren Kollisionen und gewährleisten die korrekte Abfolge der Gewerke. Detaillierte Werkstattzeichnungen und Modelle validieren die Schnittstellenfunktionalität vor Produktionsbeginn, um Nacharbeiten vor Ort zu vermeiden und die Umsetzung der architektonischen Vorgaben sicherzustellen.