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Wie gut eignet sich ein Spider-Glass-System für Atrien, Eingänge und großflächige architektonische Verglasungsanwendungen?
Spider-Glassysteme eignen sich hervorragend für Atrien, Eingänge und großflächige Verglasungen, da sie die Sicht nur minimal beeinträchtigen und große, ununterbrochene Glasflächen ermöglichen, die die Tageslichtnutzung und die visuelle Verbindung verbessern. Ihre punktuelle Befestigung erlaubt ausdrucksstarke architektonische Formen – schräge Vordächer, Freiformkuppeln und transparente Atriumdächer – und bewahrt gleichzeitig eine leichte Ästhetik. Die Eignung hängt von statischen Kriterien ab: Bei horizontalen Spannweiten wie Atriumdächern sind Schneelasten, die Gefahr von Wasseransammlungen und eine sichere Lastverteilung zu berücksichtigen; bei Eingängen sind Fußgängersicherheit, Stoßfestigkeit (insbesondere in niedrigen Bereichen) und Gebrauchstauglichkeit von größter Bedeutung. Für diese Anwendungen wird typischerweise Verbundsicherheitsglas mit ausreichender Dicke und Unterstützung verwendet; bei Überkopfverglasungen muss die Scheibe so ausgelegt sein, dass sie im Falle eines Bruchs einen katastrophalen Durchsturz verhindert. Entwässerung, Kondensationskontrolle und die Abdichtung der Anschlüsse am Rand sind für Atriumdächer entscheidend, um das Eindringen von Wasser zu verhindern. Bei sehr großen Spannweiten können Planer Spider-Systeme mit sekundären Fachwerken oder Seilnetzen kombinieren, um die Lasten zu verteilen. Die Akustik in Eingängen und Atrien lässt sich mit laminierten Isolierglaseinheiten verbessern. Da das Herstellungs- und Installationsrisiko mit der Größe und Geometrie der Paneele steigt, werden vor Baubeginn Mock-ups und Prototypentests empfohlen. Bei korrekter Planung und Ausführung eignen sich Spider-Glass-Systeme hervorragend für diese repräsentativen Anwendungen und bieten beeindruckende Transparenz bei gleichzeitiger Erfüllung aller Sicherheits- und Leistungsanforderungen.