PRANCE Metalwork ist ein führender Hersteller von Decken- und Fassadensystemen aus Metall.
Die Verankerung von Vorhangfassaden in Erdbebengebieten muss so ausgelegt sein, dass sie dynamische Verschiebungen und Energie aufnehmen kann, ohne spröde zu versagen. Die Verankerungen müssen einen sicheren Lastpfad gewährleisten und gleichzeitig relative Bewegungen zwischen den Fassadenelementen und der Gebäudestruktur ermöglichen. Typische Lösungen sind Langlöcher mit überdimensionierten Befestigungsmitteln für Bewegungen in der Ebene, Gleitanker, die vertikale Lasten aufnehmen und gleichzeitig seitliche Verschiebungen zulassen, sowie flexible Trägersysteme, die für die zu erwartenden seismischen Verschiebungen ausgelegt sind. Die Verankerungen müssen so dimensioniert sein, dass sie die seismische Schubkraft redundant auf die Primärstruktur übertragen. Es ist sicherzustellen, dass die Ankerpositionen mit den tragenden Fundamentplatten oder Stahlbeton-/Stahlbauteilen übereinstimmen, die konzentrierten Lasten standhalten können. Die tragende Konstruktion muss Lastverteilungsplatten oder Winkel aufweisen, um lokales Abplatzen des Untergrunds zu verhindern. Platten oder Aussteifungsbewehrungen sollten in frühen Bauphasen eingebettet werden, um vorhersehbare Verankerungszonen zu schaffen. Auch die Fähigkeit der Vorhangfassade, Geschossverschiebungen ohne Glasbruch aufzunehmen, muss berücksichtigt werden: Flexible Dichtungen, Bewegungsfugen und Pfostenkonstruktionen, die eine Rotation ermöglichen, sind zu verwenden. In Regionen mit hoher Erdbebengefährdung sollten Prüfungen gemäß ASCE oder lokalen Erdbebennormen durchgeführt und frühzeitig ein Statiker hinzugezogen werden, um die Anforderungen an die Fassadenverbinder mit der Erdbebensicherheit des Gebäudes abzustimmen. Wo möglich, sollten Verschleißteile oder energieabsorbierende Verbinder verwendet werden, die nach einem Erdbeben ausgetauscht werden können, anstatt die gesamte Fassade ersetzen zu müssen. Die Abstimmung mit der Tragwerksplanung des Hauptgebäudes gewährleistet, dass die Aussteifungskonstruktion über ausreichende Steifigkeit und Tragfähigkeit verfügt und ein Herausziehen der Verankerungen oder fortschreitende Fassadenschäden bei Erdbeben verhindert werden.