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Wie lässt sich die Montagegeschwindigkeit vor Ort verbessern, wenn eine werkseitig vorgefertigte Elementfassade verwendet wird?
Vorgefertigte Elementfassaden aus dem Werk beschleunigen die Montage vor Ort durch eine weitgehende Vorfertigung. So können große, mehrgeschossige Paneele einbaufertig geliefert werden – inklusive Verglasung, Dichtungen und den meisten Innenkomponenten. Dadurch reduziert sich die Anzahl der Arbeitsschritte auf der Baustelle: Verglasung, Innenabdichtung, Wärmedämmung und viele Ausbauarbeiten erfolgen unter kontrollierten Bedingungen im Werk. Die modulare Bauweise der Elementfassaden ermöglicht parallele Bauarbeiten: Während der Rohbau und die Deckenkonstruktion voranschreiten, können die Paneele parallel produziert werden, was den kritischen Pfad verkürzt. Die Montageabläufe werden vereinfacht: Krane setzen die fertig montierten Paneele in vorgefertigte Verankerungen ein. Dies minimiert die Gerüstzeit und reduziert die Anzahl der Gewerke in der Höhe. Die werkseitige Qualitätssicherung und Maßkontrolle verringern den Zeitaufwand für Nacharbeiten und Anpassungen auf der Baustelle. Die Logistikplanung – abgestimmte Lieferungen auf den Montageplan – optimiert die Montage zusätzlich und minimiert die Lagerzeit auf der Baustelle. Darüber hinaus reduzieren die präzise Kennzeichnung im Werk Verwechslungen während der Montage. Der Einsatz standardisierter Verankerungs- und Montageelemente verringert den Bedarf an Fachkräften auf der Baustelle. Witterungsunabhängigkeit ist ein weiterer Vorteil: Da die empfindlichen Dichtungs- und Verglasungsarbeiten in einer trockenen Werkstattumgebung durchgeführt werden, ist die Montage vor Ort weniger von widrigen Witterungsbedingungen betroffen, wodurch Ausfallzeiten vermieden werden. Bei Projekten mit kurzer Bauzeit und Hochhausbauten, wo die Einsatzzeiten von Turmdrehkranen kostspielig sind, kann die verkürzte Montagezeit von Elementsystemen erhebliche Termin- und Kostenvorteile bieten.