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Welche Herausforderungen im Projektmanagement sollten Bauunternehmer bei der Spezifizierung von Glasaußenwänden erwarten?
Auftragnehmer sollten mit komplexer Koordination, langen Vorlaufzeiten, engen Toleranzen, Logistik und Gewährleistungs-/Klauselmanagement rechnen. Die frühzeitige Einbindung von Fassadenspezialisten in die Planung reduziert Probleme bei der Fertigung. Die Vorlaufzeit für Sonderglas, Beschichtungen und Elementelemente kann mehrere Monate betragen – was sich auf Beschaffung und Zeitplan auswirkt; eine Notfallplanung für Fertigungsverzögerungen ist daher unerlässlich. Toleranzen an der Gebäudeschnittstelle erfordern präzise statische Vermessungen und die Überprüfung des Ist-Zustands, um Nacharbeiten zu vermeiden. Die Baustellenlogistik für Lagerung, Handhabung, Kraneinsätze und die Abstimmung mit anderen Gewerken (Heizung, Lüftung, Sanitär, Dach, Randarbeiten) stellt eine Herausforderung für die Bauablaufplanung dar. Sicherheits- und Zugangsplanung für die Installation und zukünftige Wartung (Kran, Gebäudeleittechnik) muss frühzeitig geklärt werden. Die Verantwortung für die Qualitätssicherung erstreckt sich oft über mehrere Parteien – Planer, Hersteller, Monteure – daher sind klare vertragliche Verantwortlichkeiten und Prüfdokumente unerlässlich. Das Risikomanagement umfasst eine Versicherung gegen Glasbruch, detaillierte Modelle zur Abnahme und eine Liquiditätsplanung aufgrund hoher Vorlaufkosten in der Fertigung. Schließlich können behördliche Genehmigungen und Prüfungen durch Dritte zusätzliche Zeit in Anspruch nehmen. Durch proaktive Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden und Fassadeningenieuren lassen sich Überraschungen vermeiden.